Fußball in Camp David: GB-Premierminister Cameron tröstet D-Bundeskanzlerin Merkel sportskameradschaftlich (Video)

von Sebastian ~ 20. Mai 2012

FC Chelsea : FC Bayern München/ 4:3 im Elfmeterschiessen

Beim G8-Gipfel in Camp David in Maryland/USA war viel Weltpolitisches zu besprechen aber auch das Champions League Finale Chelsea gegen Bayern München fand am 19. Mai statt. Die beiden “zuständigen” Regierungschefs David Cameron (GB) und Angela Merkel (D) waren besonders gefragt, aber auch U.S. Präsident Barack Oabama und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso aus Portugal und Präsident Francoise Hollande aus Frankreich erwiesen sich als wahre Fußball-Fans.
Nachdem die Bayern-Spieler im Elfmeterschießen 4:3 gegen die Briten vom FC Chelsea verloren haben und der britische Premier sich über “seinen nationalen” Sieg freuen konnte, gratulierte Angela Merkel dem Briten mit Handschlag und David Cameron umarmte und tröstete die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sportskameradschaftlich (Bild unten).
Angela Merkel geht gerne zu den national bedeutsamen Fußballspielen, wenn sie kann. Diemsmal war Joachim Gauck als Bundespräsident live in der Bayern-Arena in Mücnhen dabei, die Kanzelerin schaute mit den G8-Teilnehmern und ihrem Stab aus der transatlantischen Ferne zu und fieberte in Camp David (Naval Support Facility Thurmont) mit.

Dazu das Video: Champions League Finale Chelsea vs. Bayern München – das komplette Elfmeterschießen

(Bilderquelle: White House.gov, Prime Minister David Cameron of the United Kingdom, President Barack Obama, Chancellor Angela Merkel of Germany, José Manuel Barroso, President of the European Commission, and others watch the overtime shootout of the Chelsea vs. Bayern Munich Champions League final, in the Laurel Cabin conference room during the G8 Summit at Camp David, Md., May 19, 2012. Official White House Photo by Pete Souza;
Videoquelle: via YouTube. Elfmeterschießen)



Iloyal und undankbar: Norbert Röttgen als schlechter Verlierer? (Videos)

von Sebastian ~ 20. Mai 2012

Ex-Bundesminister Röttgen will Kanzlerin Merkel offenbar Paroli bieten, so “Bild”

Der in der Vorwoche zurückgetreten wordene Noch-Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und selbst zurückgetretene CDU-Landesvorsitzende Nordrhein-Westfalen, Nörbert Röttgen (46), will seine Demontage durch Bundeskanzlerin Angela Merkel angeblich nicht widerstandslos hinnehem. Laut der “Bild am Sonntag” will Röttgen sein Amt als Vizevorsitzender der CDU behalten, dazu der Bild-Artikel: “Röttgen plant den Gegenschlag”, während die Bundeskanzlerin in den USA ist. Damit bleibt Norbert Röttgen zumindest bis zum Wahlparteitag im Dezember 2012 erster Stellvertreter von CDU-Chefin Angela Merkel. 2013 will Röttgen zudem wieder für den Deutschen Bundestag kandidieren, sein Wahlkreis 099 ist der Rhein-Sieg-Kreis II, Wahljar 2009 ist Röttgen dort als Direktkandidat mit 50,3 Prozent (vor SPD und FDP und Grünen) der Stimmen gewählt worden.
Am Dienstag, dem 22. Mai 2012, wird der CDU-Politiker Norbert Röttgen seine Entlassungsurkunde als Bundesminister von Bundespräsident Joachim Gauck bekommen, der designierte Nachfolger, Peter Altmaier (CDU-Saarland), wird dann Bundesumweltminister werden.
Auch die wahren Umstände seiner Entlassung wolle er – so sein Umfeld- öffentlich korrigieren, schreibt die Bild-Zeitung weiter.

Dazu die ZDF-Video:
Röttgen entlassen: Merkels Statement

NRW-Wahl: Röttgen zieht Aussage zurück

Vor der Wahl in NRW scheinen die Nerven bei CDU-Spitzenkandidat Röttgen blank zu liegen. Seine Aussage, die Landtagswahl sei auch eine Abstimmung über Merkels Euro-Politik, zog er heute zurück.

NRW-Wahl: Norbert Röttgen kompakt

Beim log in-Spezial “Erst fragen, dann wählen” stellte sich Norbert Röttgen, Spitzenkandidat der CDU, den Fragen der Wählerinnen und Wähler. Die spannendsten Momente hier zusammengefasst.

(Videoquelle: ZDF.de;
Bildquelle: Norbert Röttgen MdB.de, Foto: MdB-Büro)

ZDF heute show history | Berlins jüngste Geschichte … bis zum Willy-Brandt-Flughafen BER (Video)

von Sebastian ~ 19. Mai 2012

Dietmar Wischmeyers Blick in der ZDF heute show history auf die sich treu bleibende Bundeshauptstadt.

(Videoquelle: ZDF.de heute show via YouTube)

Hintergrundinformationen: BER, Flughafen Berlin Brandenburg.de

UNSMIS-Beobachtermission fast komplett – Terror und Gewalt in Syrien gehen weiter (Video)

von Sebastian ~ 19. Mai 2012

Mehr als 250 von 300 UN-Militärbeobachtern im Einsatzland

Trotz der inzwischen fast vollzähligen Beobachtermission der Vereinten Nationen geht die Gewalt in Syrien unvermindert weiter. Über die Hintergründe des Angriffs auf drei UN-Fahrzeuge in der Provinz Idlib am vergangenen Mittwoch ist noch immer nichts bekannt. Inzwischen sind mehr als 250 Beobachter vor Ort, weitere sollen heute eintreffen. Deutschland wird gemäß Kabinettsbeschluss 10 Militärbeobachter aus den Bundeswehr in die UNSMIS nach Syrien entsenden, ein erster Stabsoffizier ist bereits vor Ort. Die bürgerkriegsähnlichen Unruhen und vermuteten Al Qaida Unterorganisations-Terroranschläge gefährden die Zivilbevölkerung und ebenso die unbewaffneten UN-Militärbeobachter.

Der Chef der Mission, der norwegische Generalmajor Robert Mood, sagte, auch eine hohe Anzahl von Beobachtern könne keine Fortschritte oder gar ein Ende der Gewalt erreichen, wenn sich nicht alle Konfliktparteien – innere und äußere – dazu verpflichteten, dem Dialog eine Chance zu geben.

Amateurvideos aus der Stadt Rastan nördlich von Homs zeigen auch an diesem Freitag wieder schweren Artilleriebeschuss. Regierungstruppen versuchen seit Tagen Rastan, das seit Januar von den Auftändischen kontrolliert wird, zurückzuerobern. Landesweit gibt es offenbar weiterhin täglich Dutzende Tote. Die Vereinten Nationen sprechen von mindestens 9000 seit dem Beginn des Auftandes im vergangenen Jahr, die Zahl dürfte aber weitaus höher sein. Wie jetzt bekannt wurde, soll ein syrischer Revolutionär wegen Hochverrats hingerichtet werden, weil er einem arabischen Fernsehsender ein Interview gegeben hat.

Soldatenglück.de berichtete über die Situation im Nahen Osten: Internationale Friedensmission in Syrien, DW-Interview mit Annan-Deputy Nasser al Kidwa (Video), Syrien: Bundesregierung hat deutschen Soldaten im UN-Einsatz (Videos), Syrien: Sprengstoffanschlag gegen norwegischen Commander der UN-Beobachtermission UNSMIS (Videos) und Syrien: Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will 300 Beobachter schicken (Video).

(Videoquelle: euronews.com;
Bildquelle: UN.org, UNSMIS Delegation Meets Opposition in Homs – A view of the convoy as Major General Robert Mood, Head of the newly-established UN Supervision Mission in Syria (UNSMIS), leads an UNSMIS delegation to the Khalidiyyeh neighbourhood of Homs to meet opposition members. 03 May 2012 Homs, Syria )

Hintergrundinformationen: United Nations Supervision Mission in Syria (UNSMIS)

Frankreich zieht noch 2012 seine Kampftruppen aus Afghanistan ab – Strammer Sparkurs im Elysee-Palast

von Sebastian ~ 19. Mai 2012

Französische ISAF-Soldaten werden bis Ende 2012 vom Hindukusch abgezogen

Im Wahlkampf hatte der neue französische Präsident Francoise Hollande es seinen Wählern versprochen, einiges wird sich ändern in Frankreich, die Soldaten der Grande Nation würden aus dem Afghanistan-Einsatz schnellstmöglich abgezogen. Wenige Tage nach Amtsantritt bei erster passender Gelegenheit hat Hollande sein politisches Versprechen umgesetzt. Im Vorfeld des G8-Gipfels (Bild oben)  in den USA in Camp David und des NATO-Gipfels in Chicago erläuterte der Präsident Frankreichs U.S. Präsident Barack Obama gegenüber, Frankreich werde vom Hindukusch militärisch abziehen, aber Afghanistan und die dortige internationale Gemeinschaft auf anderem Wege weiterhin Unterstützung gewähren. Damit scherrt Frankreich aus dem NATO-Plan des ISAF-Abzuges bis Ende 2014 aus. Französische ISAF-Truppen sind hauptsächlich  im Regional Command East in der Region Kapisa und an den Flughäfen Kandahar und in Kabul sowie im ISAF HQ eingesetzt, die Stärke des französischen ISAF-Kontingent ist 3.308 Soldatinnen und Soldaten. Zm Vergleich. Deutschland ist derzeit mit rund 4.740 Bundeswehr-Soldaten im ISAF-Einsatz.
Mit Militär- und Polizei-Ausbildern will Frankreich zum Beispiel den anhaltenden Auf - und Ausbau der afghanischen Sicherheitskräfte weiter auch über 2014 hinaus unterstützen.
Der Abzug der Kampftruppen Frankreichs bis Ende 2012 wird logistisch nicht einfach zu bewerkstelligen sein, soll es ein geordneter Abzug sein und keine überstürzte Flucht, allerdings ist dieses Szenario dem französischen Generalstab seit Monaten bekannt, denn im Präsidentschaftwahlkampf wurde  ein Afghanistan-Abzug nach Machtübernahme durch die Sozialisten proklamiert, auch dafür erhielt Francoise Hollande die Mehrheit der Stimmen der Franzosen.

Der Neugebinn nach Nicolas Sarkozy hat nicht nur auf das internationale militärische Engagement Frankreichs kostensparende Auswirkungen, auch das neue Kabinett der Regierung Hollande (Bild unten) hat jedem seiner Minister/innen das Gehalt um 30 Prozent gekürzt.

17 Frauen und 17 Männer, davon jede/r Fünfte mit Migrationshintergrund, müssen mit weniger Einkommen als ihre Vorgänger/innen auskommen und statt mit dem Flugzeug Dienstreisen auf dem Luftweg zu unternhemen, nach Möglichkeit die Bahn vorziehen.

[Bilderquellen: White House.gov, President Barack Obama hosts a working dinner in Laurel Cabin during the G8 Summit at Camp David, Md., May 18, 2012. Seated clockwise from the President are: Prime Minister David Cameron of the United Kingdom, Prime Minister Dmitry Medvedev of Russia, Chancellor Angela Merkel of Germany, Herman Van Rompuy, President of the European Council, José Manuel Barroso, President of the European Commission, Prime Minister Yoshihiko Noda of Japan, Prime Minister Mario Monti of Italy, Prime Minister Stephen Harper of Canada, and President François Hollande of France. Official White House Photo by Pete Souza;
Ministere de la Defense.gouv.fr, armée de TerreTirs de mortiers au petit matin du 24 avril 2012, depuis le COP ANJIRAN par les artilleurs du Battle Group Picardie, lors de l'opération Green Stork - Ministère de la Défense et des anciens combattants;
Le major general Mayville, commandant du RC-Est, en visite sur le COP ANJIRAN, le 25 avril 2012 est accueilli sur la Drop Zone du COP par le colonel GROS commandant le Battle Group Picardie, lors de l'opération Green Stork;
Elysee.President.fr, Premier Conseil des ministres au Palais de l'Elysée]

Hintergrundinformationen: ISAF.NATO.int



Reinhold Robbe übt Kritik an EU-Außen- und Sicherheitspolitik

von Sebastian ~ 19. Mai 2012

Scharfe Kritik an der EU-Außen- und Sicherheitspolitik hat der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG); Reinhold Robbe, geübt. Der ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestages und Außenpolitiker sagte kurz vor den Gipfeln von G-8 und NATO in einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung Neue Westfälische (Samstagausgabe): “Europa muss eine besondere Verantwortung für den Nahen Osten erkennen.” Was ihn bewege, sei, “dass die Europäer nicht in der Lage sind, mit einer Zunge zu sprechen und eine gemeinsame Außenpolitik zu machen”. Der SPD-Politiker kritisiert in diesem Zusammenhang die Passivität der für Außenpolitik zuständigen britischen EU-Spitzenpolitikerin Catherine Ashton. “Sie ist nicht präsent”, so Robbe. Die Vereinigten Staaten würden sich zunehmend im Pazifischen Raum engagieren, da müsse Europa im Nahen Osten stärker Verantwortung übernehmen, sagte er vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Iran und Israel. In Deutschland sei es wichtig, dass mehr Menschen emotionale Bezüge zu Israel bekämen. “Wir sind den Menschen gegenüber zur Freundschaft verpflichtet, nicht den Regierungen.” (Zitatende)

Berichtet die Neu Westfälische” aus Bielefeld.

(Textquelle kursiv: Neue Westfälische.de;Grafikquelle: CIA.gov)

SPD-Bundestagsopposition für Auflösung der Bundeswehr-Beschaffungsgesellschaft g.e.b.b.

von Sebastian ~ 18. Mai 2012

SPD-Verteidigungsexperte rät nach Aufgabenminderung und Skandalhäufung zur Auflösung der Bundeswehr-Beschaffungsgesellschaft g.e.b.b.

Für eine Auflösung der von SPD-Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping für die Bewirtschaftung der Bundeswehr im Jahr 2000 gegründeten Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (g.e.b.b.) hat sich der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, ausgesprochen. Gegenüber der “Leipziger Volkszeitung” (Sonnabend-Ausgabe) sagte Arnold, die Idee der Gesellschaft habe sich “überlebt”. Es genüge, wenn im Ministerium an einer Stelle die Zuständigkeit für Beratungsverträge gebündelt sei. Arnold bezog sich bei seiner Kritik auch auf die Vielzahl von teils undurchsichtigen Vorgängen in der Gesellschaft, die ursprünglich unternehmerische und effiziente Impulse in die Bundeswehr hinein aussenden sollte. Erst in der vergangenen Woche, so bestätigten Beteiligte der Zeitung, ist ein neuerlicher wochenlanger Einsatz der Anti-Korruptions-Sondereinheit des Ministeriums bei der g.e.b.b. vorläufig abgeschlossen worden. Dabei steht der Vorwurf der undurchsichtigen Gefälligkeits-Vertragspolitik zwischen g.e.b.b.-Mitarbeitern und aufwendigen privatwirtschaftlichen Beratungsleistungen auf privater Beziehungsebene im Raum. 2010 war vom Verteidigungsministerium vom damaligen Staatssekretär Walther Otremba im Auftrag des damals amtierenden Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ein Großauftrag an Dritte in quasi letzter Minute gestoppt worden. Es ging um Logistik-Angebote der Bietergemeinschaft EADS/Hellmann und der Deutschen Bahn. Die Bahn war nach formalen Angebotsproblemen ausgestiegen. Übrig blieb nur EADS/Hellmann und eine schlechte Ausgangslage für einen guten Auftrag. Zur gleichen Zeit war das Verteidigungsministerium mit EADS in kritischsten Vertragsstreitereien, weil sich deren neuen Militär-Airbus A 400M ständig verzögerte und verteuerte. Die Aufklärer im Ministerium sorgten sich angesichts der schlechten Verhandlungsgrundlage. Man kann schlecht hart um Lieferkonditionen ringen, während man gleichzeitig einen Logistik-Großauftrag ohne Konkurrenz zuweist, betonten Verantwortliche gegenüber der Zeitung. Juristen hatten dem Ministerium, nach Informationen der Zeitung, dringend geraten, die Logistik-Ausschreibung zu stoppen. “Das war kein guter Rat für den Steuerzahler”, sagt einer der Hauptverantwortlichen von damals. Es kam später zu Schadensersatzzahlungen. Begründet wurde die Aktion Notbremse in Guttenbergs Führungkreis aber auch mit klaren Ansagen: “Da stinkt es zum Himmel.” Die g.e.b.b. sei “ein ganz schwieriger Laden, der aus zu vielen Wichtigtuern und zu viel Mitspracheberechtigten” bestehe. Der heutige g.e.b.b.-Geschäftsführer Martin Rüttler war damals auch im Verteidigungsministerium von der Teilnehmerliste für die Sitzungen der Abteilungsleiter gestrichen worden. (Zitatende)

Berichtet die “Leipziger Volkszeitung” vorab.
Soldatenglück.de berichtete in der Vorwoche: BMVg Antikorruptions-Abteilung ermittelt in Sachen g.e.b.b. – “der Fisch stinkt vom Kopfe her” und im Februar 2012: g.e.b.b. der BMVg zahlt 80.000 Euro Abfindung für 75-jährigen Ministerialrat im Ruhestand und erhielt viele Beschwichtigungs-Kommentare.

[Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bild-, Grafikquelle: g.e.b.b.de, Foto: "Mittendrin: g.e.b.b.-Geschäftsführer Dr. Martin Rüttler (3.v.l.) Vom 30. April bis zum 10. Mai 2012 führte die Streitkräftebasis in mehreren Durchgängen eine Informationslehrübung (ILÜ) auf dem Truppenübungsplatz Lübtheen durch. Das Ziel: Darstellung ihres kompletten Fähigkeitsspektrums. Die g.e.b.b. war als Unterstützer zum Thema Einsatzinfrastruktur dabei"]

Hintergrundinformationen: g.e.b.b., Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH, die g.e.b.b. ist ein Unternehmen des Bundesministeriums der Verteidigung. Seine Aufgabe ist es, Verteidigungsministerium und Bundeswehr in allen Fragen der Wirtschaftlichkeit, Flexibilisierung, Prozessorientierung und Qualitätsverbesserung zu beraten.

Afghanischer Präsident Karzai erwägt, früher aus dem Amt zu scheiden – Der bisherige internationale Kampf und Antiterroreinsatz “lief falsch”(Video)

von Sebastian ~ 18. Mai 2012

 

Afghanistans Präsident Hamid Karzai im ZDF-Interview

Vor dem Nato-Gipfel in Chicago, auf dem die zukünftige Sicherheit Afghanistans besprochen werden soll, erwägt Afghanistans Präsident Hamid Karzai, früher aus dem Amt zu scheiden als geplant. Karzai sagte dem ZDF, dass es fraglich sei, ob sein Land im Jahr 2014 beide Großereignisse stemmen könnte: den Abzug der internationalen Truppen und die regulären Präsidentschaftswahlen. Deshalb denke er darüber nach, die Präsidentschaftswahlen auf 2013 vorzuverlegen. Der Verfassung nach kann er nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren.

Unter anderem sagte Karzai dem ZDF: “Ich habe mir überlegt, dass die Agenda ziemlich gewaltig sein wird im Jahr 2014, wegen der beiden großen Ereignisse: also die Präsidentschaftswahl und der Abzug der internationalen Truppen. Deshalb dachte ich, dass ich entweder die Wahlen auf 2013 vorziehe oder den Abzug der ausländischen Truppen, je nachdem, wie es am besten passt.” Noch sei aber nichts entschieden, fügte der Präsident hinzu: “Wenn jedoch wir den Eindruck haben, es ist besser, früher wählen zu lassen, dann werden wir es früher tun. Was immer Afghanistan mehr nützt.”

Karzai kritisierte, dass der bisherige Kampfeinsatz in seinem Land teilweise “falsch lief”. Die alliierten Truppen hätten sich zu wenig auf die wahren Rückzugsräume der Terroristen konzentriert. “Der Krieg gegen den Terror hätte stärker auf die Verstecke der Terroristen außerhalb Afghanistans zielen müssen”, sagte Karzai dem ZDF. Auf dem Nato-Gipfel wolle er verlangen, “den Krieg gegen den Terror anders zu führen als bisher. So, dass das afghanische Volk nicht weiter leiden muss.”

Von Deutschland erwarte er weitere Hilfe im Friedensprozess mit den Taliban. Es sei für ihn sogar vorstellbar, dass gemäßigte Taliban Afghanistan mitregieren. Wenn sie als Ergebnis des Friedensprozesses “einen Teil der Regierung bilden, sind sie willkommen”, sagte Karzai dem ZDF. Kein Entgegenkommen und auch keinen Waffenstillstand dürfe es hingegen für Taliban geben, die mit Al Kaida zusammen arbeiteten. (Zitatende)

(Video-, Textquelle kursiv: ZDF.de, Im ZDF-Interview zum Einsatz in Afghanistan denkt Präsident Hamid Karsai laut darüber nach, den Abzug der internationalen Truppen aus seinem Land um ein Jahr auf 2013 vorzuverlegen;
Bilderquelle: ISAF.NATO.int, Präsident Hamid Karzai im Dezember 2010 mit Angela Merkel. Der Paschtune Karazi bei einer Rede in Afghanistan)

Stichwahl in Serbien: Wahlkampf mit Priorität weniger auf Kosovo, vielmehr auf Wirtschaftsthemen

von Sebastian ~ 18. Mai 2012

Die Wirtschaft wartet auf Impulse

Der neue Präsident Serbiens soll diesen Sonntag in einer Stichwahl ermittelt werden. Der Amtsinhaber und Vorsitzende der Demokratischen Partei, Boris Tadic, tritt gegen den Chef der nationalkonservativen Fortschrittspartei Tomislav Nikolic an. Erstmals standen die klassischen Wahlkampfthemen EU-Integration und Kosovo nicht wie sonst so deutlich im Vordergrund, vielmehr will man sich auf die Wirtschaftsprobleme des Landes konzentrieren.

Die Erholung von der Krise ist langsamer, das Wachstum spürbar schwächer als erhofft: “Betrug das Wirtschaftswachstum Serbiens 2011 noch 1,6 Prozent, sehen die Prognosen für dieses Jahr mit 0,5 Prozent deutlich schlechter aus,” so Waldemar Lichter, Serbien-Experte bei Germany Trade & Invest in Belgrad. Der Balkanstaat kämpft mit einer hohen Arbeitslosigkeit (ca. 24 Prozent) und ist auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen. Zudem ist die Infrastruktur des Landes in hohem Maße ausbau- und modernisierungsbedürftig. Das relativ hohe Außenhandelsdefizit erweist sich ebenfalls als problematisch.

Trotz der derzeitigen Lage hat Serbiens Industrielandschaft durchaus Potenzial: “Mit der Ansiedlung von deutschen Zulieferern hat sich in den letzten Monaten beispielsweise einiges im Bereich der Automobilindustrie getan. Im Energiebereich soll unter anderem der Bau von Wasserkraftwerken vorangetrieben werden. Darüber hinaus plant eine luxemburgische Investorengesellschaft im Süden des Landes den Bau des weltweit größten Solarparks,” so Lichter weiter.

Auch deutsche Unternehmen profitieren vom Handel mit Serbien. Bei den serbischen Einfuhren belegten deutsche Exportgüter 2011 mit knapp 11 Prozent den zweiten Platz hinter Russland. Hier sind es insbesondere Maschinen, Kraftfahrzeuge und Zubehör, die in Serbien abgesetzt werden. Deutschland hingegen importiert vor allem Elektrotechnik und Lebensmittel. (Zitatende)

Soldatenglück.de merkt an: Tomislav Nikolic als Vorsitzender der nationalkonservativen Fortschrittspartei ist Nationalist und die Kosovo-Frage ist sein Spielfeld auf dem er bei den serbischen Wählern punkten muss. Bei anderen Themen wie Wirtschaft kann Boris Tadic mit der Demokratischen Parteien besser und kompetenter Positionen vermitteln, der Amtsbonus und der EU-Beitrittsstatus unter seiner Staatsführung in einer Koalitonsregirung helfen dabei. Die Bevölkerung im Nachkriegs-Serbiens ist anteilig nationalistisch geprägt. Bei Umfragen unter Serben, ob sie den in Den Haag mittlerweile angeklaten Kriegsverbrecher Ratko Mladic angezeigt hätten, spricht sich eine Mehrheit dafür aus, ihm vor der ICTY-Strafverfolgung  ”Unterschlupf” zu gewähren. Auch darum ist die Kosovo-Frage in Serbien ein noch immer emotional besetztes  Thema und Wahlen sind nicht nur Stimmen, sondern auch Stimmungen.

(Textquelle: Germany Trade & Invest, gtai.com,Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing. Die Gesellschaft vermarktet den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland im Ausland, informiert deutsche Unternehmen über Auslandsmärkte und begleitet ausländische Unternehmen bei der Ansiedlung in Deutschland ;
Grafikquelle: CIA.gov, Serbien-Karte, -Flagge)

“Wildtier-Paradiese schaffen!´” – Der neue Naturfilm der Deutschen Wildtier Stiftung (Video)

von Sebastian ~ 17. Mai 2012

 

Soldatenglück Natur

Die Natur hat viele Feinde. Intensiv genutztes Ackerland duldet keine Feuchtwiesen und Tümpel mit Teichfröschen, intensive Forstwirtschaft duldet kein Totholz für Vögel wie den Schwarzspecht und die Schellente. Natur wird entwässert, übernutzt, versiegelt, asphaltiert und zubetoniert. Jeden Tag gehen in Deutschland 100 Hektar Natur verloren. Mit den Wäldern, Wiesen und Feuchtgebieten verschwinden Lebensräume für Wildtiere. Sie finden immer weniger Rückzugsräume. Die Deutsche Wildtier Stiftung wirkt diesem Trend entgegen: Sie schafft Wildtier-Paradiese, erhält und sichert Flächen aus dem Nationalen Naturerbe (NNE) für den Natur- und Artenschutz. “Die alten Wälder, die wir heute so genießen und die so wichtig für viele Tiere sind, haben unsere Ur-Urgroßeltern einst gepflanzt. Was wir heute tun, tun wir für unsere nachfolgenden Generationen.” Der neue Naturfilm der Deutschen Wildtier Stiftung zeigt, wie wichtig die Arbeit rund um NNE-Flächen ist.

Am Anfang stand eine Schenkung: Die Bundesregierung hat der Deutschen Wildtier Stiftung 1200 Hektar Flächen in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Nationalen Naturerbe übereignet. Darunter sind Wälder mit wertvollen Feuchtgebieten, alten Laubbäumen und Schreiadler-Brutplätzen “Wir haben auf diesen Flächen die historische Chance, Natur sich selbst zu überlassen”, sagt Birgit Radow.

Imposante Bilder zeigen in einem elfminütigen Film die Schönheit dieser Natur und ihre beeindruckende Tierwelt. Alte Bäume dürfen auf den NNE-Flächen der Deutschen Wildtier Stiftung fallen, liegenbleiben und verrotten. Denn Totholz ist wertvoller Lebensraum und bietet für viele Wildtiere perfekte Bedingungen. Der Film zeigt anschaulich, wie in einem intakten Ökosystem alles zusammenhängt, voneinander abhängig ist und miteinander interagiert. Zu sehen ist der Film unter http://www.deutschewildtierstiftung.de/

Die Filmproduktionsfirma “little green bag” war von der Arbeit der Deutschen Wildtier Stiftung für die NNE-Flächen so begeistert, dass sie den Film maßgeblich gefördert hat.

(Text- und Videoquelle: DeutscheWildtierStiftung.de; Film: “Wildtier-Paradiese schaffen”, das Nationale Naturerbe bewahrt schützenswerte Lebensräume von Wildtieren für den Naturschutz. Lernen Sie im Video das Nationale Naturerbe der Deutschen Wildtier Stiftung kennen!)